Der Titel des nächsten Call of Duty Teils ist bestätigt. Doch was sind eigentlich genau „Black Ops“? Wo ist er Zusammenhange zur Teaserseite Gknova6.com? Wie ist der CIA einzuordnen? Wir bringen Licht in das Dunkel der „Schwarzen Operationen“.
Es ist wie in einem schlechten Action-Film, aber leider Realität. Staat A schickt ein Sonderkommando los, um eine böse Situation in Staat B zu entschärfen. Dies bedeutet meist eine massive Anwendung von Gewalt. Es wird geschossen, gesprengt und getötet um eigene Interessen durchzusetzen. Ziel ist nicht Gewinnung von Information, sondern die „aktive Manipulation“ (Wikipedia) der bestehenden Situation. Natürlich werden solche Einsätze im Nachhinein vom ausführenden Staat bestritten. Die militärisch-menschlichen Werkzeuge sind bekannt: Das KSK, die Delta Force, Special Air Service, Speznas.usw.
Die Abgrenzung zu den „Schwarzen Operationen“, den „Black Operations“ ist dabei schlicht in der Wahl der Mittel zu sehen. „Black Ops“ übertreten massiv moralische Regeln und geltende Gesetze: Folter, Mord, Entführung, Einsatz von Kinder Soldaten, Experimente an Menschen, Personen die für immer verschwinden, der Übergang zur Definition von „Terrorismus“ ist fließend. Das hehre Ziel rechtfertigt jedes Mittel. Dabei beschränken sich diese Operationen längst nicht auf das Ausland. Ein Beispiel:
Die Vereinigte Staaten von Amerika, 1962. Der kalte Krieg erreichte erst ein Jahr zuvor mit der gescheiterten Invasion Kubas einen neuen Höhepunkt, da wird dem Präsidenten John F. Kennedy ein Dokument zur Unterzeichnung vorgelegt. Der staunt nicht schlecht, denn was er dort liest, ist die Planung einer „Black Operation“ mit absurden Ausmaß. Um für einen Krieg gegen das kommunistische Kuba die nötige nationale und internationale Unterstützung zu gewinnen, will der amerikanische Geheimdienst CIA Terroranschläge im eigenen Land durchführen und diese Fidel Castros Kommunisten in die Schuhe schieben. Geplant sind Angrifft auf Miltiärbasen, das Versenken von Schiffen, Bombenanschläge usw. Einige Aktionen sollen vorgetäuscht, andere tatsächlich realisiert werden. Terrorismus im eigenen Land, durchgeführt vom eigenen Geheimdienst. Das Dokument trägt bereits die Unterschriften der Stabschefs der USA und des NATO Kommandeurs von Europa. Kennedy lehnt den Plan ab. Erst 1997 erfuhr die Welt von der „Operation Northwood“, die nie durchgeführt wurde.
„Staaten haben keine Moral, sondern Interessen.“ – Winston Churchill
Tatsache ist: Jeder Geheimdienst ist in der Lage, militärische Einsätze zu organisieren. Beim amerikanischen Geheimdienst CIA sind die Strukturen bekannt. Die S.A.D. „Special Activities Division“ ist der ausführende Arm. Innerhalb dieser Organisation findet sich das S.O.G., die „Special Operations Group“. Diese Gruppierung ist zuständig für verdeckte Einsätze und „Black Operations“. Die S.O.G. Mitglieder treten als Paramilitärs auf, weder Uniforme noch Abzeichen sollen eine „Rückverfolgung“ ermöglichen. Gehen Einsätze der S.O.G. schief, wird jede Beteiligung der US-Regierung abgestritten, bei Erfolg natürlich auch. Und damit es noch viel mehr ins Klischee geht: S.O.G. Offiziere sind die einzigen Agenten des amerikanischen Geheimdienstes mit der „lethal authorization“, der „Lizenz zu töten“.
Was hat bedeutet das nun für den nächsten Teil der Call of Duty Reihe? Auf der Seite GKNOVA6.com gibt Treyarch die ersten Informationen über die Story von „Black Ops“ in Form von geheimnisvollen, verschlüsselten Nachrichten preis. Die vierte Botschaft beinhaltete u.a. ein schön gemachtes TOP-Secret Dokument der CIA aus dem Jahr 1961 (KLICK MICH). Dieses ist eine Warnung und Anweisung des amerikanischen Geheimdienstes, unterschrieben von John F. Kennedy. Alle S.O.G. Agenten im Feldeinsatz sollen informiert werden, dass die CIA seltsame Botschaften abgefangen hat, in denen es um chemische Kampfstoffe und radioaktive Materialien geht. Weitere CIA Kräfte werden auf Grund dieses Vorfall hinzugezogen.
Setzt man den Titel des Spiels in Zusammenhang mit diesem Schreiben, wird der Spieler wahrscheinlich Teil einer S.O:G Einsatzgruppe sein, zumindest im Auftrag der CIA handeln. Die historische belegten Einsätze der S.O.G. umfassen fast jeden Krisenherd der Welt: Tibet, Kuba, Bolivien, Laos, Vietnam, Nicargua, Somalia. usw. Diese würde also eine sehr gute Grundlage für abwechslungsreiche Szenarien bieten. Dazu kommt noch die spannende, moralische Zwickmühle der „Black Ops“ Einsätze: Wie weit darf man gehen um ein vermeintliches Unrecht zu beheben? Muss der Spieler zum Monster werden, um Monster zu bekämpfen? Und wie weit lässt sich der Entwickler Treyarch darauf ein? Wird es wieder Tabubrüche geben, wie die „Flughafenmission“ in Modern Warfare 2? Die „Black Operations“ laden dazu ein, verführen dazu schon fasst, denn sie sind böse, schmutzig und gemein. Moralisch bestenfalls fragwürdig, schlimmstenfalls bar jeder Menschlichkeit.
Das Thema ist auf jeden Fall eines - verflucht spannend! |